Es begann am Donnestag den 30.Mai 02 mit Uwe´s fixen Idee, doch am Freitag in die Schweiz zu fahren, um dort einige US-Car-Händler zu besuchen. Verschiedene Adressen hatte er bereits aus dem Internet herausgesucht. Er fragte mich, ob ich denn Lust hätte, mitzufahren. Obwohl ich eigentlich zu einer Party eingeladen war sagte ich Uwe zu und die Party ab...
Am Freitag, früh morgens machten wir uns auf den Weg in Richtung Zürich. Unsere 1. Station war ”Händler” Brawand in Schlieren bei Zürich. Dort fanden wir einige Fahrzeuge hinter einem Zaun stehend. Auch Hr. Brawand war hinter diesem Zaun auszumachen, was doch den Eindruck erweckte, daß hier geöffnet ist ( auch lt.Öffnungszeiten ). Als wir das Tor ein kleines Stück öffneten um uns die Fahrzeuge etwas näher anzusehne kam auch sofort Reaktion von Herrn Brawand - doch leider nicht die richtige! Aus der Ferne entgegengerufen: “es ist zu, es ist zu”. Was soll man dazu sagen!?
400km gefahren, Händler gefunden, Händler eigentlich persönlich anwesend, aber dann doch nicht wirklich. Also haben wir noch 20 Minuten in den Käfig geschaut, das war´s dann für´s erste.

Nachdem wir diesen weniger ansprechenden Abschnitt unserer kleinen Reise hinter uns hatten, telefonierte Uwe mit Oliver Gilgen, mit dem er seit einiger Zeit in E-mail-Kontakt stand. Uns war nur bekannt, daß Oli in der Schweiz sitzt und einen Challenger fährt. Nachdem wir schon mal da waren, vereinbarten wir ein Treffen in der Nähe von Bern auf einem Rastplatz. 18.00 Uhr war eine gute Zeit, nachdem wir noch weitere Händler besuchen wollten...

In der Hoffnung, daß es sich bei Brawand um einen Ausnahmefall handelte fuhren weiter zu
Station 2: Alian Rüede, DREAM CARS AG in Niedervil
Hier wurden wir überzeugt, daß es doch Händler gibt, die wissen, was sie tun und wovon sie sprechen. Alain hat sich eine richtige Ecke Zeit für uns genommen, obwohl ihm im Laufe des Gesprächs schnell klar war, daß das richtige Fahrzeug für Uwe nicht dabei war. Trotz dem beantwortete er uns ausführlich und außerst freundlich einige allgemeine Fragen zum Thema US -Cars in der Schweiz. Hier ist man kein “Fremder” und man hat das Gefühl, daß Alain das nicht für schnellen Umsatz macht. Seine eigene Begeiserung für diese Autos machen ihn zu einer interessanten Anlaufstelle für jemanden, der wissen will, welches Auto er “wirklich kauft”.
Unser Urteil: “EMPFEHLENSWERT - Hier wird sich niemand verschaukelt fühlen.”
Wir wollen uns nochmals für die geopferte Zeit und die ausführlichen Infos bedanken...

            

            

Station 3: AUTO FORCE in “Frag mich nicht wo..”.
Hierüber gibt es nicht viel zu berichten. Als wir da waren fanden wir nur einen Zettel an der Tür mit der Handynummer. Es wäre vermessen, hier ein voreiliges Urteil zu bilden. Unter den hier  ausgestellten Fahrzeugen befand sich nur ein Challenger, der ganz und gar nicht unseren Vorstellungen entsprach...
Wir machten uns langsam auf den Weg nach Bern, um uns mit Oli auf dem Rastplatz zu treffen.
Gemeinsam fuhren wir dann von der Autobahn ab um seinen Challenger aus der Tiefgarage zu holen. Nachdem er sein Wechselkennzeichen (worum die Schweizer sehr zu beneiden sind) auf den Chally geklipst hatte gings weiter übers Land. Zuerst ein Hotel um eine Übernachtungmöglichkeit zu sichern, dann zu  Erwin und seinem Fuhrpark. Oli hat einiges für uns organisiert, das wir sicherlich nicht so schnell vergessen werden. Hier standen ein 72´ Challenger (matching numbers, Original-Lack), und ein 70´ Camaro Z28 in der Garage - beide zum Verkauf. Die beiden Autos konnten wir genau unter die Lupe nehmen und wurden mit vielen vielen Infos bedient.

            

            

Trotz allem, der Magen knurrte und wir fuhren weiter zu Uli. Uwe fuhr zusammen mit Erwin im 340er Challenger, während ich bei Oli im R/T mitfahren durfte. Als wir zu Uli auf den Hof fuhren stand gleich noch ein Challenger da. In der Werkstatt ein Charger, ein Challenger Convertible (ebenfalls von Erwin), ein 66´ Barracuda und ein 67´ Barracuda. schnell wurde klar, daß hier ordentlich die Post abgeht.

            

            

            

Nach einigen weiteren Infos und netten Unterhaltungen waren wir uns alle einig, daß es langsam Zeit wurde, das Loch im Bauch zu stopfen. mit 3 Challengers und dem 67´ Barracuda fuhren wir los . Uwe wieder im Challenger und ich stieg um in den Barracuda. Es waren einige Kilometer, bis wir unseren Hunger stillen konnten. Diese Kilometer werden wir aber sicherlich nicht so schnell vergessen. Ich werde es mir verkneifen, ausführlich zu beschreiben, was da abging... Adrinalinschübe pur. Es ist nicht ganz einfach, das Erlebte in Worte zu fassen! Nur gut, daß die “Rennleitung” auf dem Weg zum “Moparhöck” :-) nicht anwesend war! Moparhöck ist übrigens so was in der Art wie ein Muscle-Car-”Stammtisch”. Ich hoffe, daß unsere schweizer Freunde diese Bezeichnung so in etwa bestätigen können.
Nachdem wir unsere Bäuche vollgeschlagen hatten, sollte das noch nicht alles sein. “Unser Koch” hatte uns da auch noch was zu zeigen. einen 70´Coronet 500 mit 440 SixPack und einen 66´Barracuda begutachteten wir zu späterer Stunde in seiner Garage. Sehr schade fanden wir es, das wir den SUPERBIRD von Dino nicht zu Gesicht bekamen. Kann sich ja noch ändern ! Am 06.Juli und 07. Juli findet beim “Loewen” in Heimiswil  ein MOPAR Nationals statt, welches wir uns sicherlich nicht entgehen lassen werden.
Nach dem “Abschluß-Kaffee” bei Erwin fuhren wir ins Hotel und versuchten zu schlafen...
Wir möchten uns nochmals ausdrücklich für diesen absolut geilen Abend mit “Moparhöck” :-)
bedanken! Wir freuen uns darauf, euch ggf. auch mal in Ingolstadt begrüßen zu können. Wir schulden Euch ja noch ein paar Bierchen!!!
Die Nacht war um und wir machten uns auf den Rückweg. Da lagen noch ein paar Kilometer vor uns und wir hatten noch nicht alle Händler besucht. Wir hatten einen günstigen Weg gefunden, auf dem wir das noch erledigen konnten. Unsere nächste Station war die Touringgarage. Hier bekam - vor allem für Uwe - unsere Reise eine größere Bedeutung als unbedingt geplant war! Als wir die Autos an der Straße stehen sahen stach uns beiden ein 65´ Barracuda ins Auge.

            

                        

Zunächst haben wir mal geschaut, was hier so alles angeboten wird, doch letztendlich blieben wir doch an diesem feinen Stück hängen. Der Verkäufer war äußerst freundlich und bat Uwe sofort ein Probefahrt an. Auch die Möglichkeit, den Barracuda von unten anzusehen war selbstverständlich.
Der Schlüssel wurde uns überlassen und wir konnten das Auto genau anschauen. Er machte einen sehr vernünftigen Eindruck und ich konnte das Blitzen in Uwe´s Augen erkennen. Trotz dem sind wir weitergefahren in Richtung Heimat. Nach ein paar Kilometern rief Uwe seine Freundin an um ihr mitzuteilen, welchen Leckerbissen er gerade gefunden hatte. Wenig später hatten wir unsere letzte Station erreicht “PRO STREET GARAGE”, hier war zwar niemand anzutreffen. aber es stand ein Camaro SS (!?) auf dem Hof...

Am Sonntag traf ich mich nocheinmal mit Uwe. Im Laufe des Tages wurde klar, daß Uwe diesen 65´ Barracuda kaufen will. Gestern, 03.06.02 bekam ich von Uwe eine weniger erfreuliche E-mail. Der Barracuda ist verkauft ! :-(  -  So begeisternd dieses Wochenende auch war, das Ende vom Lied  war nicht sonderlich erfreulich... Nun ja - wie Uwe selbst schrieb - Wer zuletzt kommt, den bestraft das Leben... und wenn wir schon bei den Sprüchen sind: Heute ist nicht alle Tage...

 

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